Das Regiment

Die Standarte

Im Sommer 1867 widerfuhr dem Regiment die besondere Ehre, von Sr. Majestät König Wilhelm eine Standarte zu erhalten.

Die AKO vom 24. Juni 1867 lautete:

"Ich habe beschlossen, den im verflossenen Jahre neu errichteten Truppentheilen schon jetzt und zwar am 3. Juli, dem Jahrestag der ewig denkwürdigen Schlacht von Königgrätz, Fahnen, rsp. Standarten zu verleihen. Ich hege hierbei die Erwartung, daß dieselben diese ihnen in Gnaden anvertrauten Paniere stets in hohen Ehren halten und durch alle Wechselfälle der Zukunft - dem Vaterlande zum Heil und der Armee zum Ruhm - führen werden. Zur Empfangnahme der qu. Fahnen und Standarten, deren feierliche Nagelung und Weihe nach den von Mir darüber speciell erlassenen Bestimmungen am 2. und 3. Juli stattfinden soll, sind die Commandeure der neu errichteten Regimenter, rsp. Jäger- und Pionierbataillone, von einer der Zahl der Fahnen entsprechenden Unteroffizieren begleitet, zum 2. Juli d. J. Morgens nach Potsdam zu beordern.

Sie haben diese Meine Ordre der Armee bekannt zu machen und das weitere zu veranlassen.

Berlin, den 24. Juni 1867                                                     gez. Wilhelm

An                                                                                        ggz. von Roon

den Kriegsminister

 
Fahnennagelung im Marmorsaal des Stadtschlosses Potsdam
 

Oberstlieutenant von Bernuth reiste in Begleitung des Seargeant Wambach nach Potsdam und empfing dort die neue Standarte des Regiments. Bei der feierlichen Nagelung schlug stets der König den ersten Nagel für seinen verstorbenen Bruder und den Zweiten für sich selbst ein. Darauf folgten die Königin, die königlichen Prinzen und Prinzessinnen, die Generalität, die direkten Vorgesetzten der Truppenteile und schließlich die Deputationen. Nach der Nagelung hielt König Wilhelm eine Ansprache und ließ sich die Fahnenabordnungen vorstellen.

Am 5. Juli holte die 1. Eskadron mit dem Trompeterkorps die Standarte von der Wohnung des Regiments-Kommandeurs ab und brachte sie nach dem "Forst". Hier waren bereits die übrigen 3 Eskadronen in Linie aufmarschiert. Nach einer Ansprache übergab der Kommandeur die Standarte an sein Regiment.

 
Für die Präsentation des Originals schulde ich Dr. Jordan und dem WGM Rastatt großen Dank!
Ring für den Einmarsch in Paris 18. Januar 1871

Die Standarte ist lediglich mit dem Säkularband und dem Band für das KVK 14 - 18 versehen. Das Band für die KDM 1870/71, auf dem die Gefechtsspangen angebracht waren, ist nicht vorhanden.

Das HR 14 nahm an folgenden Gefechten teil: Weißenburg, Wörth, Sedan, Paris, Chateaudun, Loigny-Pupry, Orleans, Beaugency-Travant und Le Mans.

 

Abmessungen der preußischen Kavallerie-Standarten

 

Literatur:

Kossecki, Carl von; Wrangel, Robert von; Geschichte des königlich preußischen 2. Hessischen Husaren-Regiments Nr. 14 und seiner Stammtruppen; Leipzig 1887

Fiebig, Ewald; Unsterbliche Treue, das Heldenlied der Fahnen und Standarten des deutschen Heeres; Berlin 1935

Internationale Tage der Kavallerie

Crawinkel, 07. bis 09. 09. 2018

www.kavallerie.net