Das Regiment

1813/15

Nach Napoleons Niederlage in Rußland war die "Grande Armee" stark geschwächt. Preußen bereitete die Erhebung gegen die französische Besatzungsmacht vor. Der König begab sich am 23. Januar 1813 nach Breslau, um sich französischem Zugriff zu entziehen. Am 3. Februar 1813 erließ Hardenberg im Namen des Königs den Aufruf zur Bildung freiwilliger Jägerkorps. Schließlich erklärte Preußen am 16. März 1813 den Krieg. Der Frühjahrsfeldzug verlief allerdings so ungünstig, daß der Rückzug nach Schlesien unvermeidbar war. Durch den Waffenstillstand von Poischwitz wurden die Kampfhandlungen beendet und die kurze Zeit des Friedens für die Reorganisation der Truppen genutzt. Am 12. August 1813 erklärten schließlich Österreich, England und Schweden Frankreich den Krieg. Am 16. 18. und 19. Oktober 1813 kam es zur Völkerschlacht bei Leipzig. Trotz hoher eigener Verluste fügten die Alliierten dem französischen Heer eine vernichtende Niederlage zu, die die "Grande Armee" zum Rückzug an den Rhein zwang. Der Rheinbund löste sich auf und die vertriebenen deutschen Fürsten kehrten in ihre Länder zurück. Auch der Kurfürst Wilhelm von Hessen hielt Anfang September Einzug in Kassel. Sofort ordnete er die Einberufung aller im Jahre 1806 entlassener Regimenter an. Am 23. November 1813 erging die Order: " Das Husaren-Regiment versammelt sich ebenfalls in Grebenstein und den umliegenden Orten."

Der 23. November 1813 gilt seitdem als Stiftungstag des Regiments. Unter dem Befehl des Oberstleutnants Scheffer wurden zunächst 4 Eskadronen aufgestellt. Die 5. Eskadron wurde später errichtet. Nach der Mobilmachung wurden die hessischen Truppen dem Korps Kleist zugeteilt, das zur Armee des Feldmarschalls Blücher gehörte. Das hessische Kontingent musste seine Truppenteile einzeln nachführen. Sie waren dazu bestimmt preußische Truppen vor den eingeschlossenen französischen Festungen an der Mosel abzulösen. Wegen des allgemeinen Mangels an Kavallerie wurde das Husaren-Regiment meist geteilt eingesetzt. Nach erfolgreichem Feldzug, der mit der Abdankung und Verbannung Napoleons nach Elba mit dem ersten "Pariser Frieden" endete, kehrte das Regiment in die Heimat zurück und erhielt Quartiere in Gudensberg und Homburg zugewiesen.

Die Rückkehr Napoleons aus der Verbannung im März 1815, erforderte die erneute Mobilmachung der kurhessischen Truppen. Auch in diesem Feldzug wurde das Regiment meist geteilt eingesetzt. Die 4. Eskadron zeichnete sich bei der Einnahme von Charleville besonders aus. Der Kommandeur Oberstleutnant Scheffer wurde dafür mit dem Pour le Merite ausgezeichnet.

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