Das Regiment

Uniformierung

Im Jahre 1845 wurden erneut zwei Husaren-Regimenter aufgestellt. Das 2. Husaren-Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen erhielt dunkelblaue Dolmans und Pelze mit schwarzem Besatz, schwarze Pelzmützen mit rotem Kolpak und lange dunkelgraue Reithosen mit roter Biese.  (Bilddokumente liegen zur Zeit leider nicht vor). Die Uniform wurde so bis zum Oktober 1866 getragen.

 
 

Nach dem verlorenen Krieg fiel Kurhessen an Preußen und wurde Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Im Oktober 1866 wurde das 2. Hessische Husarenregiment als Husaren-Regiment Nr. 14 in die preußische Armee übernommen.

 

UNIFORMIERUNG DER MANNSCHAFTEN UND UNTEROFFIZIERE

Das Regiment erhielt an Stelle des Dolman einen dunkelblauen Attila mit weißer Plattschnur. Der bis dato etatmäßige Pelz entfiel. Außerdem erhielt das Regiment Säbeltaschen aus schwarzem Leder mit silbernem FWR-Monogramm und weiß-wollene Schärpen mit schwarzem Durchzug nach preußischen Muster. Die Husarenmützen aus schwarzem Pelz hatten einen roten Kolpak und weiß-wollene Fangschnur, die beim Dienst zu Pferde um den Hals gelegt wurde.

Zum Dienst wurde ein Bandelier aus geweißtem Leder mit schwarzem Kartuschkasten getragen. Kartuschkästen für Mannschaften konnten bis 1888 20 Patronen für den Karabiner aufnehmen. Die Kartuschkästen für Unteroffiziere waren schmaler und länger und fassten 18 Revolverpatronen. Auf der Oberseite befand sich der Entladestock für den Reichsrevolver, der mit Einführung der Pistole 08 entfiel.

Bis zur Einführung des Karabinerfutterals im Jahre 1875 trugen die Mannschaften ein zweites, breiteres Bandelier, das zum Tragen des Karabiners diente.

Säbel rsp. Degen wurden am Unterschnallkoppel getragen. Ebenso die Säbeltasche hinter der linken Hüfte.

Als Arbeitsanzug trugen die Husaren Drillich und hohe Schnürschuhe. Die graue Litewka ( Unteroffiziere 1895, Mannschaften 1897 ) hatte dunkelblaue Kragenpatten. Sie blieb ein außeretatmäßiges Kleidungsstück.

1867 wurden die langen Hosen durch dunkelblau melierte Reithosen mit Lederbesatz und weißer Mustertresse ersetzt.

Durch AKO vom 21. Juli 1867 wurden neue Husarenstiefel mit herzförmigem Ausschnitt an der Vorderseite und einem 1,4 cm breiten.  weißen Lederstreifen am oberen Stiefelrand eingeführt.

1871 wurde der zunächst schwarz-graue Mantel eingeführt. 1894 wurden die Mäntel dann hellgrau. Zum Wetterschutz befand sich an der Rückseite des Kragens eine Kapuze in einer verborgenen Tasche. Die Mäntel hatten hinten einen Reitschlitz, der beim Dienst zu Fuß zugeknöpft werden konnte. Die Kragenpatten waren beim HR 14 ponceaurot, die Schulterklappen dunkelblau.

Die schirmlosen Feldmützen (Krätzchen), sowie die Schirmmützen der Unteroffiziere, hatten einen blauen Deckel, ponceaurote Besatzstreifen und weiße Vorstöße.

1890 wurde die Schabracke im Dienst durch einen graubraunen Woilach ersetzt. Zur Parade wurden die Schabracken weiterhin verwendet.

 

ANZUGARTEN DER UNTEROFFIZIERE UND MANNSCHAFTEN


Dienstanzug - Paradeanzug

  • Attila
  • Husarenmütze, zur Parade mit Busch, hängender Busch bis 1902, ab 1903 stehender Busch mit schwarzer Wurzel für Unteroffiziere
  • Schärpe
  • Bandelier mit Kartusche
  • Unterschnallkoppel
  • Reithose
  • hohe Stiefel
  • Kavalleriesäbel M 52 oder Kavalleriedegen 89
  • Unteroffiziere stets weiße Handschuhe

 

Ausgehanzug

  • Mannschaften Krätzchen, Unteroffiziere Schirmmütze
  • Attila
  • Unterschnallkoppel
  • Stiefelhose
  • hohe Stiefel
  • alternativ im Sommer weiße Hose und Schnürschuhe bzw. Stiefeletten erlaubt
  • Kavalleriesäbel M 52 oder Kavalleriedegen 89
  • weiße Leder oder Wollhandschuhe

 

Apellanzug - Arbeitsanzug

  • Mannschaften Krätzchen, Unteroffiziere Schirmmütze
  • Attila zum Reiten, Exerzieren und Schießen
  • Drillichjacke zum Stalldienst, Revierreinigung, Putz- und Flickstunde
  • Litewka zum kleinen Dienst in der Garnison oder auf dem Truppenübungsplatz
  • Reithose und hohe Stiefel
  • oder Drillichhose und Schnürschuhe

 

UNIFORMIERUNG DER OFFIZIERE

Der Attila der Offiziere war mit metallener Kettschnur besetzt. Um Dolman bzw. Attila zu schonen war in Preußen bereits1858 ein Interimsattila eingeführt worden, der zum kleinen Dienst getragen wurde. Im Schnitt wie der Attila, wies der Interimsattila jedoch eine vereinfachte Verschnürung aus silberner Kantschnur auf.

Die Husarenmützen der Offizieren waren bis 1911 mit Otterpelz besetzt, ab 1912 dann mit grauem Opossum. Der Kolpak war ponceaurot. Die Fangschnur bestand aus silberner Rundschnur mit schwarzen Durchzügen. Beim Dienst zu Pferde wurden die Schuppenketten heruntergeschlagen und die Fangschnur um den Hals gelegt.

Die Beinkleider der Offiziere waren aus dunkelblauem Tuch (mit oder ohne Reitleder) und mit einer silbernen Mustertresse besetzt.

Die Offizierstiefel hatten vorne einen herzförmigen Ausschnitt und waren besetzt mit silberner Tresse und einer silbernen Rosette unterhalb des Ausschnitts.

Zum Dienst und zur Parade wurde ein silbernes Bandelier mit dunkelblauer Unterlage und ein Kartuschkasten aus schwarzem Lackleder mit vergoldetem FWR-Monogramm getragen.

Die Säbeltasche des HR 14 hatte einen Schutzbezug aus rotem Leder. Der Deckel war mit ponceaurotem Tuch besetzt. Darauf ein silbernes FWR-Monogramm  und umlaufende, silberne Litze. Die Trageriemen bestanden aus schwarzem Lackleder mit goldenen Löwenkopfschnallen. Die Säbeltasche wurde am Unterschnallkoppel hinter der linken Hüfte getragen.

Der Offiziersäbel wurde bis zum Wegfall des unteren Rings an zwei Trageriemen aus Lackleder getragen.

Als bequemes Kleidungsstück mit hohem Tragekomfort erhielten Offiziere für den kleinen Dienst 1895 zunächst eine blaue, ab 1899 dann eine graue Litewka, die in geschlossenen Räumen, in der Kaserne und auf Truppenübungsplätzen, sowie zum Radfahren getragen werden durfte.

Wenn die Mannschaften den Mantel anlegten, trugen Offiziere den zweireihigen Paletot, der zunächst schwarzgrau, ab 1893 hellgrau war. Zum kleinen Dienst, außer Dienst, sowie im Felde und Manöver war Offizieren das Tragen des Umhangs oder einreihigen Mantels gestattet.

Sporen, rote bzw. weiße Handschuhe gehörten stets zum Anzug der Offiziere.

 

ANZUGARTEN DER OFFIZIERE

 

Dienstanzug - Paradeanzug

  • Attila
  • Husarenmütze mit Kolpak und Fangschnur, zur Parade Reiherbusch
  • Schärpe (Adjutanten außerdem Adjutantenschärpe)
  • Bandelier mit Kartusche (außer Adjutanten)
  • Säbeltasche
  • Stiefelhose (zur Parade ohne Reitleder)
  • hohe Stiefel
  • Orden und Ehrenzeichen (Feldschnalle)
  • Interimssäbel, zum Felddienst Kavalleriesäbel M 52
  • rotbraune oder weiße Handschuhe, zur Parade stets weiße Lederhandschuhe

Kleiner Dienstanzug

  • Attila
  • alternativ Interimsattila oder Litewka
  • Schirmmütze oder Husarenmütze
  • Stiefelhose
  • hohe Stiefel
  • Interimssäbel oder Kavalleriesäbel M 52
  • rotbraune Handschuhe

Gesellschaftsanzug

  • Attila
  • Husarenmütze mit Kolpak und Fangschnur
  • Stiefelhose
  • hohe Stiefel (zum Tanzen ausschließlich Tanzsporen)
  • Säbeltasche
  • Orden und Ehrenzeichen
  • weiße Handschuhe
 
Einjährig-Freiwilliger Husar
Husar 1888
Gefreiter
Husar mit Schützenschnur und Schießauszeichnung
Trompeter
Husar im Ausgehanzug
Ausgehanzug - Sommer
Husar im Paradeanzug (bis 1902)
Husar im Paradeanzug (bis 1902)
Unteroffizier im Paradeanzug (ab 1903)
Unteroffizier im Ausgehanzug
Unteroffizier
Einjährig-freiwilliger Unteroffizier
Wachtmeister im Ausgehanzug
Wachtmeister im Dienstanzug feldmarschmäßig
 
 
Eskadron in Viererkolonne
Husaren im Dienstanzug
Beritt in der Kaserne
Trompeterkorps
Die lustige Stube
Veteranentreffen
Kasernenwache
Parademarsch
Stubengemeinschaft
Putz- und Flickstunde
Stalldienst
Husaren im Ausgehanzug
 
 
Leutnant im Interimsattila
Leutnant im kleinen Dienstanzug
Leutnant im Attila
Oberleutnant im kleinen Dienstanzug
 
Leutnant im kleinen Dienstanzug
Prinz Joachim von Preußen
Hubertusjagd

VII. Internationale Meisterschaften der Kavallerie

08. bis 10. 09. 2023

Crawinkel/Thüringen

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